Religion

Von der 7. bis zu 10. Klasse gibt es an unserer Schule die Möglichkeit das Fach evangelische Religion zu belegen, welches in Verantwortung der evangelischen Kirche erteilt wird. Es kann anstelle von LER angewählt werden und findet während der regelmäßigen Unterrichtszeit statt. Die Anmeldung erfolgt durch die Erziehungsberechtigten oder die SchülerInnen, wenn sie religionsmündig sind, d.h. vom 14. Lebensjahr an. Religionsunterricht ist für alle Schüler offen, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Kirche oder Religionsgemeinschaft.

Aber wozu Religion anwählen?

NICHT VOM BROT ALLEIN

...Um nach Sinn zu fragen: Es gehört zum Menschen, über Alltägliches hinaus zu fragen: Woher komme ich? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich? Das sind Fragen ohne einfache Antwort. Religionsunterricht hilft, sie zu bedenken. Dabei können die Menschheitserfahrungen in den alten Texten und Erzählungen der Bibel lebendig werden, wenn SchülerInnen sich mit ihnen auseinandersetzen. Das spricht "Kopf und Herz" an und befähigt sie zu verantwortlichem Leben - in der eigenen Lebensgestaltung und im Zusammenleben mit anderen.

DAS A UND O

...Um die Welt zu verstehen: Unsere Lebenswelt ist durch die Bibel und die Traditionen des Christentums und anderer Religionen geprägt - in Literatur, bildender Kunst, Musik und Architektur, im Rhythmus, in Werbung und Medien. Religionsunterricht erschließt religiöse Sprache und Symbole und macht mit den Ursprüngen von Festen und Gebräuchen vertraut. Was SchülerInnen über Religionen, Kulturen und deren Geschichte lernen, hilft ihnen, sich in unserer Welt zu orientieren.

DIE LETZTEN WERDEN ERSTE

...Um für Menschenwürde einzutreten: In einer Erfolgsgesellschaft zählt vor allem Leistung. Doch viele geraten an den Rand oder leben im Schatten des Wohlstands. Aber die Würde des Menschen ist nicht von seiner Leistung abhängig! Religionsunterricht macht empfindsam für das Leid anderer und Unrecht - im eigenen Lebensumfeld und weltweit. Er zeigt Möglichkeiten für persönliche Hilfsbereitschaft und die Förderung von Gerechtigkeit.

BERGE VERSETZEN?

...Um über Glauben nachzudenken: Menschen bekennen sich zu Gott - in vielen Religionen. Aber wo ist Gott? Warum verhindert er Unglück nicht? Im Religionsunterricht erfahren SchülerInnen davon, wie Menschen nach Gott suchen oder ihn leugnen und auf welche Weise der Gottesglaube den menschlichen Allmachtsphantasien entgegensteht. Sie denken über Glück und Verantwortung, über Zweifel und Grenzen nach und lernen, gelebter Religion mit Toleranz und Respekt zu begegnen.

Quelle: Evangelische Kirche Berlin - Brandeburg - schlesische Oberlausitz (www.ekbo.de)